Historisches
Fleisch und Wurst spielen bei der Ernährung des Menschen seit
jeher eine zentrale Rolle. Schon 4.500 v. Chr. wurden die ersten
Schweine und Rinder als Haustiere gehalten. Sie halfen bei der
Arbeit, lieferten Fleisch und Milch. Ihre große Bedeutung lässt sich
auch am lateinischen Wort für Geld ablesen: „Pecunia” stammt vom
Wort „Pecus” = Vieh ab.
1.500 Sorten Wurst
Heute gibt es über 1.500 Sorten deutsche Wurst. Sie lassen sich in
drei große Gruppen einteilen. Nach Art der Herstellung und der
verwendeten Zutaten unterscheidet man Rohwurst, Brühwurst
und Kochwurst. Hinzu kommen die Schinken, die keine Wurst,
sondern Fleischerzeugnisse sind.
Rohwurst
Rohwurst wird aus rohem Rind- und Schweinefleisch, kernigem
Speck, Salz und Gewürzen hergestellt. Die Rohstoffe werden
zerkleinert, gesalzen und gewürzt und anschließend in Wursthüllen
gefüllt. Durch Salzen, langsames Trocknen und eventuelles
Räuchern erreicht Rohwurst ihre Reife und den typischen
Geschmack. Dabei verliert sie bis zu 40% ihres ursprünglichen
Gewichts.
Von Salami bis Mettwurst
Bei Rohwurst unterscheidet man rund 560 Arten, unterteilt in
schnittfeste und streichfähige Rohwurst. Zur schnittfesten zählen
Salami, Cervelatwurst, Plockwurst, Schinkenmett-
wurst, Westfälische Mettwurst und Landjäger.
Zur streichfähigen Rohwurst gehören unsere
Rügenwalder Teewurst, Streichmettwurst und
Braunschweiger Mettwurst.
Brühwurst
Brühwurst wird wie Rohwurst aus rohem zerkleinertem Rind- oder
Schweinefleisch, Speck, Salz und Gewürzen hergestellt. Nach dem
Abfüllen wird sie in heißem Wasser oder mit Dampf gebrüht.
Zusätzlich werden manche Sorten noch geräuchert.
Von Bockwurst bis Bierschinken
Die rund 780 Brühwurstsorten, zu denen auch unser Schinken-
spicker gehört, werden in vier Gruppen eingeteilt: Brühwurst zum
warmen Verzehr wie Frankfurter und Wiener Würstchen, Münchner
Weißwurst oder Bockwurst; Brühwurst mit grob
zerkleinertem Brät wie Jagdwurst; Brühwurst mit
fein zerkleinertem Brät wie Lyoner, Mortadella,
Schinkenwurst, Fleischwurst oder Bierwurst und
Brühwurst mit Einlagen wie Bierschinken.
Kochwurst
Kochwurst wird überwiegend aus vorgekochtem oder vorgebrühtem
Fleisch hergestellt. Nach dem Abfüllen wird sie gekocht, einige
Sorten zusätzlich geräuchert. Kochwurst sollte kühl gelagert und
bald verzehrt werden. Geräucherte Kochwurst hält etwas länger.
Zu Kochwurst zählen Leberwurst, Blut- und Rotwurst
sowie Sülzwurst.
Leberwurst
Leberwurst wie unsere Pommersche besteht
bis zu 25% aus Leber. Die Leber gibt der
Wurst Aroma und sorgt für die Bindung von
Fleisch und Fett. Das Brät kann fein oder
grob zerkleinert sein.

Blut- und Rotwurst
Blut- und Rotwurst enthält als Grundmasse Blut,
oft sind Fleisch, Zunge oder Speck in Stücken
beigegeben. Spitzenqualitäten müssen mehr
als 35% Einlage enthalten. Unsere Schinkenspicker
Schinkenrotwurst enthält sogar über
50% hochwertigen Pommernschinken.
Schinken
Schinken sind spezielle Fleischerzeugnisse, bei denen die Struktur
des Fleischstückes weitgehend erhalten bleibt. In der Regel wird
Schinken aus den Hinterkeulen des Schweins hergestellt.
Ausnahmen sind zum Beispiel der Lachsschinken, der aus dem
Kotelettstrang hergestellt wird, und der Vorderschinken, der aus
der Schweineschulter stammt.
Der erste Produktionsschritt für alle Schinkenarten ist das Pökeln.
Die Behandlung des rohen Fleisches mit Pökelsalz sorgt für die
typische rote Fleischfarbe. Vielfach werden dem Salz weitere
Würzstoffe zugegeben. Nach dem Pökeln wird der Schinken
entweder gekocht, geräuchert, luftgetrocknet oder gebacken.
Unser Pommern Spiess wird
sehr schonend gegart,
was ihn besonders zart
und saftig macht.
Anschließend wird er je nach
Sorte gebacken oder geräuchert.
Unser Pommern Spiess Rauchschinken
wird im Buchenrauch heiß geräuchert.
Das gibt ihm seinen herrlich würzigen
Geschmack.